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Aktuelle Informationen aus unserer Trägergesellschaft


Positionspapier zum Katholischen Krankenhaustag am 18.07.2017 in Regensburg

Der Mensch in seiner Ganzheitlichkeit im Fokus


Im Rahmen seiner Jahrestagung am 18.7.2017 in Regensburg unterstützt der Katholische Krankenhausverband Bayern (KKVB) nochmals nachdrücklich die Positionen des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschlands (kkvd).
In christlichen Krankenhäusern stehe der Patient in seiner Ganzheitlichkeit als Mensch im Mittelpunkt und dürfe nicht nur als Kosten- und Erlösfaktor betrachtet werden.

Deshalb fordert der KKVB von den politisch Verantwortlichen:

  • Zuwendungsgeprägte und bedarfsgerechte Versorgung auch von dementen und anderen vulnerablen Patienten ermöglichen
  • Ausreichende Personalausstattung und gute Arbeitsbedingungen ermöglichen, dem Fachkräftemangel wirkungsvoll begegnen
  • Umfassendes Qualitätsverständnis auch unter Berücksichtigung der religiös-spirituellen Dimension von Heilung


Der Vorstand des Katholischen Krankenhausverbandes in Bayern (KKVB) hat anlässlich seiner Tagung und mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst folgende  grundlegende Positionen und Forderungen an das deutsche Gesundheitswesen und an die Politik formuliert:

  1. Christliche Krankenhäuser sind unverzichtbar in einem sehr stark auf Effizienz  und Wirtschaftlichkeit ausgerichteten Gesundheitssystem. Das christliche Menschenbild als Basis des Handelns katholischer Krankenhäuser stellt die ganzheitliche Behandlung der Patienten in den Vordergrund. Einer Betrachtung der Patienten lediglich als medizinischen Kostenfaktor muss entschieden entgegen getreten werden.

  2. In Deutschland muss jeder Patient neben der notwendigen medizinischen Behandlung auch die Betreuung und die menschliche Nähe bekommen, die er in seiner individuellen Situation benötigt. Hierzu brauchen Pflegekräfte aber mehr Zeit für die Patienten. Die finanzielle Perspektive im Krankenhaus darf sich nicht ausschließlich auf die medizinische Behandlung konzentrieren, sondern sie muss die Gesamtbetreuung in den Blick nehmen. Qualität darf sich nicht nur auf die medizinischen Ergebnisse beziehen, sondern muss sich auch in einer angemessenen Gesamtbetreuung der Patienten widerspiegeln. Die Sensibilität für ein umfassendes Heilungsverständnis muss wieder stärker in den Fokus von Pflege rücken. Dies trägt erheblich zur Motivation der Pflegekräfte bei und steigert die Qualität der medizinischen Betreuung im Krankenhaus insgesamt.

  3. Es bedarf in vielen Krankenhäusern an Investitionen in bauliche, technische und digitale Infrastruktur. Je besser die Abläufe für Ärzte und Pflegende unterstützt werden, desto mehr Zeit bleibt für die Zuwendung zu den Patienten. Während der Gesundheitsmarkt, die Pharmaindustrie und die Medizintechnikindustrie boomen und die deutsche Volkswirtschaft antreiben, geraten Krankenhäuser und insbesondere Pflegekräfte immer mehr in den Sog des Rationalisierungsdrucks. Der Erfolg der deutschen Gesundheitsindustrie muss sich auch in den Krankenhäusern bemerkbar machen. Wir fordern deshalb eine diesen steigenden Anforderungen gerecht werdende Investitionsfinanzierung.

  4. Der KKVB macht sich auch für die besonders pflegebedürftigen Patienten stark: hochbetagte Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen mit Demenz. Wir benötigen die Förderung demenzsensibler Krankenhäuser im Rahmen der Regelfinanzierung.

  5. Eine ausreichende personelle Besetzung ist entscheidend für die Patientensicherheit und die Qualität der Versorgung. Die Personalausstattung ist aber auch für gute Arbeitsbedingungen und eine gelingende Kommunikation im Krankenhaus entscheidend. Ärzte und Pflegende müssen Gelegenheit haben, sich entsprechend ihren professionellen und ethischen Standards den Patienten zuwenden zu können. Dabei müssen sie selbst vor Überlastung geschützt werden, um die Sicherheit der Patienten sowie ihre eigene Gesundheit nicht zu gefährden. In Zeiten des Fachkräftemangels und des sich verschärfenden Wettbewerbs um Nachwuchskräfte ist eine ausreichende Personalausstattung auch wesentlich für ein positives Image der betreffenden Arbeitsfelder und Berufe.
    Wir fordern daher eine vollumfängliche Refinanzierung der Personalkosten und eine ausreichende Finanzierung der Ausbildung und der Ausbildungsstätten.



Der KKVB vertritt bayernweit mehr als 20 Krankenhäuser mit etwa 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ca. 1.000 Ausbildungsplätzen in Schulen für Kinderkrankenpflege, Krankenpflege und Krankenpflegehilfe. Damit versorgen die Katholischen Krankenhäuser in Bayern jährlich rund 400.000 Menschen und verfügen über mehr als 5.700 Betten und teilstationäre Behandlungsplätze. Internet: www.kkvb.de

Regensburg, 18.7.2017

Gezeichnet Schwester Irmgard Stallhofer, Vorsitzende des KKVB, im Namen des gesamten Vorstandes


Regina Steenbeek-Schacht ist neue Geschäftsführerin im St. Theresien-Krankenhaus Nürnberg

01.06.2017/am

Führungswechsel im St. Theresien-Krankenhaus:  Am 1. Juni 2017 übernimmt  Regina Steenbeek-Schacht die Geschäftsführung. Damit endet wie geplant die Interimsgeschäftsführung, die Torsten Lübben vor zwei Jahren in Zusammenarbeit mit der Firma EconoMedic AG übernommen hatte. Man werde nun die Leitung des Hauses kontinuierlich besetzen und wieder in die eigenen Hände nehmen, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Trägergesellschaft für die Einrichtungen der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern), Dr. Rainer Beyer.

Die neue Geschäftsführerin Regina Steenbeek-Schacht hat  das Krankenhausgeschäft von „der Pike auf“ gelernt. Die 52jährige hat ursprünglich den Beruf der Krankenschwester erlernt und lange Jahre auch in leitender Funktion in der Pflege gearbeitet, bevor sie Verantwortung in geschäftsleitenden Funktionen übernahm. So war sie als Kaufmännische Direktorin bei den Regio Kliniken im Kreis Pinneberg und Leiterin des dortigen Johannis Hospiz tätig. In den letzten sieben Jahren war sie beim Klinikkonzern Vitos - einem Unternehmen des Hessischen Landeswohlfahrtsverbands - als Klinikmanagerin einer Klinik für Psychiatrie und  Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie mit angeschlossenem Pflegezentrum und Heilpädagogischer Einrichtung sowie als Geschäftsführerin einer Orthopädischen Klinik mit dazugehörigen Medizinischen Versorgungszentren tätig. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Frau Steenbeek-Schacht, die mit ihrer großen praktischen Organisations- und Führungserfahrung im Krankenhausbereich den strategischen Wandel weiter gestalten wird. Unser Dank gilt Herrn Lübben und der Firma Economedic für ihren Einsatz“, so Beyer.

Mit ihrer Unterstützung wurde das St. Theresien-Krankenhaus in den zurückliegenden Jahren grundlegend auf einen neuen Kurs ausgerichtet. Es erfolgte eine Stärkung des Notfallkrankenhauses durch die Erweiterung der Medizinischen Klinik um die Schwerpunkte invasive Kardiologie und Gastroenterologie. Zudem wurden strategische Kooperationen geknüpft und die Vernetzung in den ambulanten Bereich hinein vorangetrieben. Beispiele dafür sind die Gründung des  Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) St. Theresien mit den Fachbereichen Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Orthopädie und Unfallchirurgie und die neue Frauenklinik mit angeschlossener Geburtshilfe in Kooperation mit der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen. Erst kürzlich hat das gesamte Haus eine Zertifizierung nach DIN ISO erfolgreich durchlaufen. Die Grundlagen für eine weitere positive Entwicklung in der Zukunft seien somit gelegt, betonte Hauptgeschäftsführer Dr. Rainer Beyer.


Zwei starke Frauen übernehmen die Chefarztposition der Anästhesie

Dr. med. Britta Wagner (49) und Dr. med. Cordula Thörmer (47) teilen sich die Leitung der Abteilung
Erstmals zwei Frauen als Chefärztinnen im St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung

Gießen, 27. April 2017. Zwei starke Frauen leiten ab sofort als Chefärztinnen die Anästhesie im St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung: Dr. med. Britta Wagner (49) und Dr. med. Cordula Thörmer (47) waren bisher als Oberärztinnen im Haus tätig. Das weibliche Führungs-Tandem will gemeinsam mit Krankenhausleitung, Gesellschaftern und den Fachabteilungen die Intensiv-Station schrittweise aufbauen. „Wir möchten dabei behutsam vorgehen, alle Mitarbeiter ins Boot holen, das Team umfangreich fortbilden und den Aufbau in vielen Gesprächen sehr transparent kommunizieren“, sagen die neuen Chefärztinnen.
„Die beiden Anästhesistinnen waren bereits als Intensiv-Medizinerinnen tätig und bringen viel Erfahrung mit“, sagt Geschäftsführer Andreas Leipert. Für das St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung sei es ein großer Gewinn, auch Frauen in Führungspositionen zu haben. Die Teilung der Chefarztposition für die Anästhesie sei sowohl für die Krankenhausleitung als auch die Ärztinnen selbst hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine sehr gute Lösung, versichern der Geschäftsführer und beide Chefärztinnen.
Dr. med. Cordula Thörmer (47) war unter anderem als Funktionsoberärztin der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Evangelischen Krankenhauses Mittelhessen beschäftigt und hat hier das Palliativ Care Team aufgebaut. Davor arbeitete sie als Fachärztin in der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen am Rhein und an den St.-Vincentius-Krankenhäusern in Karlsruhe. Ihr Medizinstudium schloss sie an der Universität Freiburg ab. „Ich war in verschiedenen Krankenhäusern im Bereich Intensivmedizin tätig und bringe viel Erfahrung für den Aufbau der Intensiv-Station mit“, betont Chefärztin Dr. med. Thörmer. Mit ihrem Ehemann Dr. med. Christoph Thörmer und ihren zwei Töchtern (acht und neun Jahre alt) lebt sie in Gießen.
Dr. med. Britta Wagner (49) war unter anderem als Anästhesistin am Universitätsklinikum Gießen tätig. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Anästhesiologie und Operativen Intensivmedizin am Klinikum Gießen. Zudem übernahm Dr. med. Wagner die ärztliche Leitung der Lehrrettungswache Gießen des Rettungsdienstes Mittelhessen. Sie ist regelmäßig als Notärztin im Einsatz. Ihre Promotion schloss Dr. med. Wagner im Bereich Intensivmedizin an der Universität Gießen ab. „Wir werden für den Aufbau der Intensiv-Station die bisherigen Mitarbeiter weiterbilden. Dabei werden wir mit allen Abteilungen sehr gut kommunizieren. Wir sind es gewohnt sehr gut und schnell im Team
zu arbeiten“, sagt Chefärztin Dr. med. Wagner. Die passionierte Ausdauersportlerin (Triathlon) ist mit dem Anästhesisten Dr. med. Ralf-Michael Wagner verheiratet und hat drei Kinder im Alter von sieben, zehn und fünfzehn Jahren.
Zwingender Bedarf für Intensiv-Station
„Die Intensivstation ist für unser Haus zwingend notwendig, um die Versorgung der Patienten auf hohem Niveau auch künftig sicherstellen zu können. Auch die Teilnahme an der Notfallversorgung wird künftig von der Vorhaltung von Intensiv-Kapazitäten abhängig sein - so sieht es die Krankenhausplanung des Landes Hessen vor. Also würden wir die Teilnahme an der Notfallversorgung aufgeben müssen, falls wir keine Intensiv-Betten vorhalten. Das wäre für unser Haus undenkbar“, betont Geschäftsführer Andreas Leipert.
Die beiden Chefärztinnen der Anästhesie übernehmen federführend die Planung für die neue Intensiv-Station am St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung. „Wir sind mit ganzem Herzen Anästhesistinnen und Intensivmedizinerinnen. In diesem Zusammenhang ist die Intensiv-Station ein sehr wichtiger Aspekt, denn bislang mussten wir immer wieder Patienten verlegen oder konnten sie erst gar nicht behandeln. Das war für meine Kollegen und mich nicht zufriedenstellend “, betont Dr. med. Cordula Thörmer.
So sehen die Planungen für die Intensiv-Station aus
Doch wie sehen die Planungen konkret aus? Zunächst sollen acht Intensivbetten etabliert werden, von denen künftig vier mit Beatmungsoptionen ausgestattet werden. Eine 24-stündige ärztliche Besetzung der Intensivstation ist geplant. Dafür werden zusätzliche Stellen geschaffen. Dies und weitere organisatorische Maßnahmen sollen dazu beitragen, auch die Versorgung geburtshilflicher Patientinnen noch optimaler gewährleisten zu können. Das St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung verfügt über eine gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilung mit rund 1300 Geburten pro Jahr.
„Das werden wir langsam und behutsam entwickeln. Bei den anstehenden Veränderungen soll das Personal auf keinen Fall überfordert werden“, betonen die beiden Chefärztinnen. In den nächsten Wochen und Monaten sollen mehr Ärzte und Pflegekräfte für die Anästhesie und die Intensiv-Station rekrutiert werden. Dazu kommen die technische Ausstattung und der Ausbau der Räumlichkeiten für die Intensiv-Station.
Der Mensch im Mittelpunkt
Wichtig ist beiden Ärztinnen, dass die Intensivmedizin am St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung menschlich gestaltet wird. „Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt“, sagen beide. Diese Haltung hat im St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung schon immer einen hohen Stellenwert. „Die Patienten kommen sehr gerne zu uns, weil in unserem Haus dem Patienten eine hohe Wertschätzung entgegengebracht wird“, sagt Dr. med. Britta Wagner. „Das liegt grundsätzlich an der familiären und freundlichen Atmosphäre im Haus – und das spüren auch die Patienten“, ergänzt Dr. med. Cordula Thörmer. Dies ist unter anderem durch den besseren Stellenschlüssel bedingt, der mehr Zeit für die Zuwendung zu den Patienten ermöglicht.

Geschlossenheit im St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung: Die beiden neuen Chefärztinnen der Anästhesie Dr. med. Britta Wagner (ganz rechts) und Dr. med. Cordula Thörmer (ganz links) gemeinsam mit Geschäftsführer Andreas Leipert (2.v.r.), Hausoberin Schwester Theresa Brütting (Mitte) und der Ärztliche Direktor Privat-Dozent Dr. med. Klaus Ehlenz. Foto: St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung / Bender


St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung: Wechsel in der Leitung der Unfallchirurgie

Chefarzt Dr. med. Ingolf-Birger Askevold (66) ging zum 30. April 2017 in den Ruhestand
Dr. med. Andreas Vorberg (54) hat die Chefarztposition zum 1. Mai 2017 übernommen

Gießen, 2. Mai 2017. In der Unfallchirurgie des St. Josefs Krankenhauses Balserische Stiftung gGmbH gibt es in der Leitung einen geplanten personellen Wechsel: Dr. med. Andreas Vorberg (54) hat die Chefarztposition zum 1. Mai 2017 übernommen. Chefarzt Dr. med. Ingolf-Birger Askevold (66), der die Unfallchirurgie rund vier Jahre geleitet hatte, war zum 30. April in den Ruhestand verabschiedet worden.
 

Dr. med. Ingolf-Birger Askevold ist Arzt für Chirurgie und Unfallchirurgie. Er wurde am 20. April 1951 in Königsbrunn bei Augsburg geboren. Sein Medizinstudium absolvierte er an der Ruhr-Universität Bochum. 1979 folgte die Promotion an der Universität zu Gießen. Von 1989 bis 1991 war Dr. Askevold an der Unfallchirurgischen Klinik am Zentrum für Chirurgie der Universität Gießen tätig. 1991 übernahm er die Stelle als Oberarzt am Evangelischen Krankenhaus Gießen bei Prof. Dr. K.H. Muhrer. 2009 wurde er Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Am 1. August 2013 wurde er schließlich zum Chefarzt der Unfallchirurgie am St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung berufen.
Dem scheidenden Dr. med. Ingolf-Birger Askevold lag in seiner Dienstzeit besonders die enge Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Alterstraumatologie im St. Josefs Krankenhaus Baslerische Stiftung am Herzen. „Wir leben in einer immer älter werdenden Gesellschaft. Daher nehmen auch Unfälle, etwa durch Stürze in dieser Altersgruppe immer weiter zu“, betont der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und ergänzt: „Die älteren Patienten können auf diese Weise sehr gut behandelt werden und im Anschluss meist wieder in ihrer gewohnten Umgebung leben.“ Im Jahr 2016 kam es dann zu einem
spürbaren Anstieg der stationären und ambulanten Behandlungen. "Es waren mit über 40 Prozent mehr Patienten als erwartet". sagt Dr. med. Askevold und betont damit die hohe Bedeutung von Unfallchirurgie und Alterstraumatologie.
Das Krankenhaus St. Josef Balserische Stiftung war eines der ersten Krankenhäuser in Hessen mit einem durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifizierten „Alterstraumazentrum“, das Dr. Askevold seither gemeinsam mit Chefarzt Dr. med. S. Steidl, dem Chefarzt der Geriatrie, geleitet hat. „Dem Patienten kommen sowohl die modernen unfallchirurgischen Operationsmethoden, als auch die breite Erfahrung des Krankenhauses in der geriatrischen Rehabilitation zu Gute und das alles unter einem Dach ohne Verlegung in ein anderes Haus“, betont Dr. Askevold.

Dr. med. Andreas Vorberg (54) übernimmt als Chefarzt die Leitung der Unfallchirurgie sowie gemeinsam mit Chefarzt Dr. med. S. Steidl die Leitung der Alterstraumatologie. Der Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und spezielle Unfallchirurgie war seit 2004 als leitender Oberarzt und später Sektionsleiter der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie an der Asklepios Klinik in Langen tätig. Sein chirurgisches Handwerk erlernte Dr. Vorberg ab 1991 in Uelzen und danach bis 2004 als Oberarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie im Nordstadt-Klinikum Hannover. Das Studium der Humanmedizin absolvierte Dr. Vorberg an der Charité der Humboldt-Universität zu Berlin.
„Mich hat besonders die Kombination aus Unfallchirurgie und zertifiziertem Alterstraumazentrum für die Bewerbung motiviert“, betont der künftige Chefarzt der Unfallchirurgie. Diese Kombination sei in Deutschland noch nicht so häufig zu finden. Dazu reizte ihn, dass die Unfallchirurgie als eigenständige Fachabteilung ihre Qualitäten für die Patienten ausspielen kann. „Mein erster Eindruck von Gießen, vom Krankenhaus St. Josef Balserische Stiftung und dem Team waren sehr positiv.“, betont Dr. med. Andreas Vorberg, der sich auf seine neue Aufgabe freut.
Bis zu 70 Prozent der Zeit werde der Chefarzt selbst im OP stehen, aber auch mehrere Spezialsprechstunden anbieten. In einigen Monaten sei ein familiärer Nachzug geplant. „ Ich bin offen für Neues, ohne die gewachsenen Strukturen groß zu verändern“, sagt der Mediziner, der seine langjährigen Erfahrungen auf den Gebieten der Schulterchirurgie und Kindertraumatologie einbringen möchte. Er freut sich, gemeinsam mit dem Ärzte- und Pflegeteam sowie der Krankenhausleitung in den nächsten Jahren neue Verfahren zu etablieren und die Qualität der Unfallchirurgie und in der Alterstraumatologie weiter hoch zu halten.


25 Jahre Berufsfachschule im Haus St. Marien

Neumarkt. Mit einem „Tag der offenen Schule“ feierte das Haus St. Marien am Samstag, 18. März 2017, das 25-jährige Bestehen der Berufsfachschule für Sozialpflege. Mit kreativen Beiträgen von Schülern, Musikdarbietungen, Grußworten, Aktivitäten im Haus, sowie kulinarischen Köstlichkeiten hatte das Jubiläum einen gebührenden Rahmen.

Beim Festakt in der Turnhalle dankte der Geschäftsführer des Hauses St. Marien, Thomas Mirwald, der Kongregation, der Schulleitung sowie den Schülern für ihr Engagement im Feld der Sozialpflege. „Wir wissen alle wie viel Kraft diese Arbeit kostet, aber auch, wie viel Erfüllung sie bringt.“

Schulleiterin Maria Losch hob hervor, dass jungen Menschen über die Ausbildung in der Sozialpflege ein Berufsweg in die Pflege ermöglicht werde. Genau dies war mit der Schulgründung durch die Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern) 1992 verbunden: Jungen Menschen auch ohne mittleren Schulabschluss einen Weg in die Pflegeberufe zu ermöglichen. Bislang haben seit Gründung 1123 Schüler die Berufsfachschule für Sozialpflege abgeschlossen – darunter 998 Frauen und 134 Männer.

Dr. Rainer Beyer, Hauptgeschäftsführer der TGE - Trägergesellschaft für die Einrichtungen der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern), sprach über die besondere Bedeutung der Bildungseinrichtungen im Einrichtungsverbund: „Im Bereich der Bildung haben wir die Chance, jungen Menschen neben  fachlichen Kompetenzen noch mehr mit zu geben: Werte, Herzensbildung und Respekt gegenüber Mitmenschen.“ Auch Dr. Beyer betonte die Bedeutung der Möglichkeit, dass Schüler mit der zweijährigen Ausbildung in der Sozialpflege einen qualifizierten Schulabschluss nachholen könnten. „Das ist ein super Angebot für die jungen Menschen und bietet ihnen Gewähr für die Teilhabe an der Gesellschaft“, so Dr. Beyer. Danach stünden den jungen Leuten viele Türen offen auch noch eine dreijährige Ausbildung dranzuhängen. „Wir müssen als Fachschulen im Wettbewerb mit anderen Ausbildungsberufen noch viel kreativer  unsere Vorzüge nach außen darstellen“, betonte Beyer.

Staatssekretär Albert Füracker zeigte sich froh und dankbar, dass viele junge Menschen das Berufsfeld Sozialpflege ergreifen und, dass die Schule heute in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt wurde.

Der Neumarkter Bürgermeister Thomas Thumann sprach den demographischen Wandel an. „Sie bieten im Haus St. Marien dafür ein ganz breites Spektrum an. Bleiben Sie am Ball. Wir brauchen Sie alle“, betonte Thumann, der auch das Thema Pflegeroboter streifte. „Der Kontakt zum Menschen in der Pflege wird hoffentlich nie auf Null gefahren werden können.“

Der Landrat des Landkreises Neumarkt Willibald Gailler betonte, dass im Haus St. Marien auch die christlichen Werte im Mittelpunkt stünden, nur so könnte Bildung gelingen. „Wir geben gerne Zuschüsse, das ist gut angelegtes Geld, das  der Gesellschaft zu Gute kommt. Wir brauchen die jungen Menschen in den Pflegeberufen, damit unsere Gesellschaft menschlich bleibt“, betonte Landrat Gailler.

Musikstücke wurden von Evelin Langer-Schmidt, Andreas Stöppel und der ehemaligen Schülerin Stephanie Jung präsentiert. Einen „Tanz der Farben“ führten Schülerinnen der Klasse 11 KA unter der Leitung von Evi Langer Schmidt auf. Für heitere Momente aber auch viel Nachdenken sorgte ein Sketch der Klasse 10 und 11 der Sozialpflege mit dem Titel „Der Ideale Pflegeroboter“. Darin stellten die Schüler klar, dass ein Pflegeroboter wohl niemals die hohe Komplexität in der Pflege beherrschen könnte – vom menschlichen Einfühlungsvermögen in dem Bereich ganz zu schweigen. Einen „Baum mit Früchten“ präsentierten Schülerinnen unter der Leitung von Maresa Kreitmeir-Leitmann im Foyer. Für eine kreative Dekoration im Eingangsbereich sorgten Christine Hauer und Michaela Pichler aus der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung – die beiden Schülerinnen bastelten 74 farbenfrohe Papier-Schmetterlinge an eine Säule und platzierten in die Mitte einen großen Schmetterling aus Blüten einer Gärtnerei aus dem Landkreis Neumarkt. Auch die Sonderausstellung „Wenn der Himmel sich öffnet“ konnte betrachtet werden. Darin erzählen  Bewohnerinnen und Bewohner von Senioreneinrichtungen wie sie Gottes Nähe erlebt haben und wie das ihre Sicht auf das Leben beeinflusst hat.

Kreative Workshops, Ausstellungen und Mitmach-Aktionen im gesamten Schulhaus St. Marien sorgten bei den Besuchern für einen kurzweiligen Nachmittag und trugen zu einer runden Jubiläumsveranstaltung bei.
Der Demografische Wandel, die Zunahme an Pflegebedürftigen  und der künftige erhöhte  Bedarf an Pflegekräften ist seit vielen Jahren  ein heiß diskutiertes Thema.  Bayern schuf bereits im Jahr 1991 eine neue Ausbildungsmöglichkeit für junge Menschen, die zweijährige Ausbildung an der Berufsfachschule für Sozialpflege mit dem Abschluss zum staatlich geprüften Sozialbetreuer und Pflegefachhelfer.

Wenig später wurde im  Haus St. Marien die Berufsfachschule für Sozialpflege neben den damals bereits bestehenden Berufsfachschulen für Ernährung und Versorgung (früher Hauswirtschaft) und für Kinderpflege gegründet. Später kam noch die Berufsfachschule für Altenpflege hinzu.
Die theoretische und fachpraktische Ausbildung findet in der Schule statt, das erworbene Wissen kann an einem Tag pro Woche im Praktikum eingeübt werden. Die Praktika ermöglichen jungen Menschen  zudem Einblick in die vielfältigen Aufgabenbereiche.

Text: Sebastian Müller / Maresa Kreitmeir-Leitmann
Fotos: Sebastian Müller

Kontakt:
Berufliche Schulen Haus St. Marien, Badstraße 88, 92318 Neumarkt, Telefon 09181 / 473-0, Internet: www.stmarien.com


Alles ist möglich, dem der glaubt

Beim heurigen Tag des Bildungszentrums, unter dem Motto „beWEGt sein“, konnten GF Dir. Mag. Martin Pfeiffer und Sr. Judith Lehner, als Vertreterin des Schulerhalters, ca. 240 PädagogInnen im neugestalteten FreiRaum begrüßen. In seinen Eröffnungsworten betonte Martin Pfeiffer die Vielfalt und Buntheit des Hauses, die täglich, wertvolle Arbeit aller PädagogInnen, die Gemeinschaft im Haus und den roten Faden nach oben, der dieses Netz hält. Das Motto „in BeWEGung sein“, lateinisch movere führt schnell zu Begriffen wie Motivation und Motiv - und diese zum heurigen Gastreferenten Thomas Geierspichler, u.a. fünffacher Weltmeister im Rennrollstuhlfahren.
Auf sehr authentische Weise schildert Thomas Geierspichler seine Lebensgeschichte – als Bauernsohn in Anif aufgewachsen, verändert der 4. April 1994 sein Leben komplett. Er nennt den Tag, als jenen, „der mir das Genick brach“ – als Beifahrer in einen Autounfall verwickelt, bleibt er für den Rest seines Lebens querschnittgelähmt. Er erzählt über seine Tage im Spital, die anschließende Rehab, seinen ersten Kontakt mit Drogen und Alkohol und seine Jahre der Orientierungslosigkeit. Erst am 28. Dezember 1997 ändert sich sein Leben – „Wie geht’s Dir?“ – eine einfache Frage, mit Wirkung! Eingeladen bei praktizierenden Christen, die so gar nicht dem Bild im Kopf von Thomas Geierspichler entsprachen, beginnt er über sich zu reflektieren, findet zum Glauben und gleichzeitig zu neuem Mut und Kraft. Ein sehr prägendes Erlebnis war der schwere Sturz und drei Tage später die Olympiamedaille von Hermann Maier in Nagano 1998 – für Geierspichler ein Zeichen, wie Gott kommuniziert! „Er kommt nicht vom brennenden Busch raus und zeigt dir den neuen Weg – nein, er gibt dir im Inneren eine Empfindung, wo du spürst, wenn du eine gewisse Sache machst, dann blühst du auf.“ Er entdeckt die „Liebe“ zum Rennrollstuhlfahren und fährt einen Erfolg nach dem anderen ein. Er steckt sich Ziele, die unrealistisch scheinen, die hoch oben sind, dort wo er hin möchte. Sein damaliger Traum – die Bundeshymne bei Olympia zu hören, die nur für ihn gespielt wird. Geierspichler lässt alle im Saal teilhaben, an der damaligen Sensation – per Video wird das Rennen und die Bundeshymne eingespielt. Sein Motto – „das Leben ist zu kurz um Dinge aufzuschieben“. Er sieht vieles aus der Perspektive des Sterbebettes und möchte sich nie den Vorwurf machen, „hätte ich es nur probiert“.
Es gelingt Geierspichler unglaublich gut, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Einen Gedanken gibt er allen mit auf den Weg - alles ist möglich dem, der glaubt!
Im weiteren Verlauf wurden 15 Workshops für die PädagogInnen angeboten. Diese reichten vom Zirkusturnen, über Golf bis hin zu Cocktail mixen und einem Trommelworkshop, um nur einige zu nennen. Alle Angebote standen im Zusammenahng mit dem Grundthema des Tages: beWEGt sein...
Den Abschluss bildeten die Ehrungen langjähriger MitarbeiterInnen und ein Segenstext mit einem Segenslied.


Otto Eggersdorfer ist neuer Leiter in Obernzell

OBERNZELL – Das Alten- und Pflegeheim St. Josef - Leben und Wohnen im Alter in Obernzell und die Spezialeinrichtung für Wachkoma und Langzeitbeatmete hat einen neuen Leiter: Otto Eggersdorfer ist dort zum 1. Januar 2017 als neuer Leiter ernannt worden. Er übernimmt die Funktion von Schweter Adelheid Krizko die auf eigenen Wunsch die Leitung nach 30 Jahren im Dienst abgegeben hat. Der 43-Jährige ist seit März 2015 im Unternehmen tätig. Bislang war Herr Eggersdorfer Pflegedienstleiter der beiden Obernzeller Einrichtungen im Landkreis Passau. Die Pflegedienstleitung übernimmt nun Daniela Hoffmann.

Seit 1989 ist Otto Eggerdorfer in der Altenpflege tätig. Zunächst absoliverte er 1993 die Ausbildung zum examinierten Altenpfleger in Obernzell. Von 1999 bis 2015 war Herr Eggersdorfer als Pflegedienstleiter und stellvertretender Heimleiter in verschiedenen Einrichtungen tätig. Von 2001 war er als Gutachter beim medizinischen Dienst der Krankenversicherung beschäftigt. Dazu konnte der 43-Jährige seit 2010 auch als freiberuflicher Dozent die Fächer Pflege und soziale Betreuung an diversen Weiterbildungszentren unterrichten. Im Jahr 2016 schloss er die Ausbildung als Einrichtungsleiter ab.

Das Alten- und Pflegeheim St. Josef - Leben und Wohnen im Alter in Obernzell (Landkreis Passau) und die Spezialeinrichtung für Wachkoma und Langzeitbeatmete gehört zum TGE-Einrichtungsverbund der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern), Provinz Deutschland und Österreich. Die TGE hat ihren Sitz in Neumarkt in der Oberpfalz. (sem)

Weitere Infos: www.st-josef-obernzell.de


Förderverein St. Theresien-Krankenhaus Nürnberg sammelt Spenden über die Online-Plattform "Gut für Nürnberg"

Der Förderverein St. Theresien-Krankenhaus Nürnberg präsentiert sich jetzt auch auf der Online-Spendenplattform "Gut für Nürnberg".

Er wirbt dort zurzeit für zwei Projekte:
für große Wanduhren für Patientenzimmer auf der Station R 1 (http://www.gut-fuer-nuernberg.de/projects/50132)
und für einen speziellen Gehwagen für Patienten mit Demenz oder anderen Einschränkungen (http://www.gut-fuer-nuernberg.de/projects/50297)


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