Viel Platz für die Kleinsten: Kindergarten und Kinderkrippe im Haus St. Marien Neumarkt mit neuen Räumen

30.10.2016/am

Im Haus St. Marien Neumarkt, Badstraße 88, wurde die erweiterte Kindertagesstätte mit der Segnung der Räume offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Im Rahmen eines Wortgottesdienstes sprachen der stellvertretende Landrat, Helmut Himmler, Oberbürgermeister Thomas Thumann, der Hauptgeschäftsführer der Trägergesellschaft der Niederbronner Schwestern, Dr. Rainer Beyer, und der Geschäftsführer des Haus St. Marien, Thomas Mirwald, Dank und Anerkennung für den gelungenen Umbau aus. „Gott hat dich lieb“ hieß das Motto des Gottesdienstes in der Turnhalle in St. Marien, der von den Kita-Kindern mit Gesang und Tanz begleitet wurde.

"Das Haus St. Marien mit dem Lachen junger Menschen füllen" ist der Leitspruch der Einrichtung, die dafür jetzt noch mehr Raum geschaffen hat: der Kindergarten im Haus St. Marien wurde um einen Gruppen- und einen Schlafraum erweitert. Dazu wurde die Turnhalle in den Keller verlegt. Durch den Umbau entstanden 25 neue Kindergartenplätze für eine Belegung von 7.15 Uhr bis 17 Uhr. Die Kinderkrippe hat ihr Platz- und Raumangebot verdoppelt. Über den ursprünglichen Räumen der Kinderkrippe im Erdgeschoss wurden im ersten Stockwerk noch zwei weitere Gruppen- und Schlafräume, zwei Nebenräume, sanitäre Anlagen und eine Teeküche eingerichtet. In zwei Gruppen werden nun zusätzlich 24 Kleinkinder betreut. Im Erdgeschoss entstand ein großzügiger Eingangsbereich mit genügend Abstellfläche für die Kinderwägen. Angeschlossen ist ein schattiger geschützter kleiner Park mit viel Spielfläche. Sowohl im Kindergarten wie auch in der Kinderkrippe waren in kürzester Zeit alle Plätze vergeben.

Insgesamt besuchen 137 Kinder die Kindertagesstätte, die damit inzwischen die größte Kinderbetreuungseinrichtung im Landkreis Neumarkt ist (53 Kinder zwischen 0 und 3 Jahren in der Kinderkrippe, 84 Kinder ab 3 Jahren im Kindergarten). Durch den Ausbau wurden auch neun neue Arbeitsplätze geschaffen: drei im Kindergarten und sechs in der Kinderkrippe. Insgesamt zählt die KITA 22 Mitarbeiterinnen und sechs Auszubildende. Zwölf Mitarbeiterinnen sind in der Kinderkrippe tätig, neun im Kindergarten mit jeweils drei Auszubildenden. Finanziell unterstützt wurden die umfangreichen Umbaumaßnahmen aus Fördermitteln des Freistaats Bayern und der Stadt Neumarkt sowie durch den Bauherrn selbst, die Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser. Die Kosten für die Gesamtmaßnahmen lagen bei rund 910.000 Euro.

Beim Umbau wurde vor allem auf die ökologische Verträglichkeit der verwendeten Baustoffe, der Möbel und Einrichtungsgegenstände geachtet. Mit dem Umbau der Kindertagesstätte wird das Haus St. Marien als Bildungsstandort weiter gestärkt. Unter einem Dach befinden sich die KITA, eine katholische Grundschule (mit eigenem Trägerverein), die Beruflichen Schulen und ein Internat. Vor kurzem ist zudem die TH Nürnberg mit dem neuen Studiengang Biomanagement in das Gebäude eingezogen. „Wer möchte, kann sein Kind nach den Krippenjahren im Kindergarten anmelden und anschließend in der Katholischen Grundschule. Wir bieten damit den Mädchen und Jungen viel Stabilität, ein sicheres Umfeld und so etwas wie eine ´St. Marien Biografie´“, sagt KITA-Leiterin Stefanie Semmler, die bereits jetzt Vormerkungen zum Kindergartenjahr 2017/18 entgegennimmt. Im Mittelpunkt der Erziehungsarbeit stehen das christliche Menschenbild, der Bezug zur Schöpfung und Natur und das vertrauensvolle Miteinander.

Die Kinderbetreuung im Haus St. Marien hat eine lange Tradition. 1946 eröffnete dort der erste Kindergarten in Neumarkt nach dem Krieg unter einfachsten Bedingungen. Im Kloster St. Josef hatten viele Familien vorübergehend Unterkunft und Verpflegung gefunden. In einer Baracke auf dem Klostergelände richteten die Niederbronner Schwestern zunächst einen Notkindergarten ein unter Leitung von Sr. Maria Bernharda. Im November 1951 wurde der Kindergarten in das Erdgeschoss des Internatsgebäudes im neu errichteten Haus St. Marien verlegt. Später fanden Erzieherinnen und Kinder im ehemaligen Kurhaus ihren Platz, bevor eine gründliche Sanierung und Umgestaltung folgte.

Das Haus St. Marien ist eine Einrichtung der TGE gTrägergesellschaft für die Einrichtungen der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (Niederbronner Schwestern) Provinz Deutschland.