Vorstand der Bürgerstiftung Region Neumarkt zu Gast im Haus St. Marien

Die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung informierten sich beim Leitungsteam im Haus St. Marien aus erster Hand (von links nach rechts): Thomas Mirwald, Geschäftsführer Haus St. Marien, die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung Eva Diepenseifen, Josef Dunkes und Gerlinde Sturm, Verwaltungsmitarbeiterin Hannelore Braun, der Erste Vorsitzende der Bürgerstiftung Dr. Heinz Sperber, Schulleiterin Maria Losch und die Pädagogische Leiterin des Bereichs „Betreuen und Wohnen“, Sarah-Lena Wilke. In der Mitte Unternehmer Siegfried Schneider. Foto: Anja Müller, TGE Pressestelle

11.04.2016/am

Zu einem informellen Austausch kam der Vorstand der Bürgerstiftung Region Neumarkt ins Haus St. Marien: Bereits seit einigen Jahren unterstützt die Bürgerstiftung sozial schwache Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schulen mit Geldzuwendungen und stellt das Material für die Aktion „Herzkissen“ zur Verfügung, bei der Schülerinnen der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung mit selbstgenähten Kissen in Herzform Brustkrebs-Patientinnen im Klinikum Neumarkt beschenken. Heuer konnte bereits das 500. Kissen überreicht werden.

Inhalt des Treffens mit Geschäftsführer Thomas Mirwald, der Pädagogischen Leiterin des Bereichs „Betreuen und Wohnen“, Sarah-Lena Wilke, Schulleiterin Maria Losch und Verwaltungsmitarbeiterin Hannelore Braun war zum einen eine Rückschau auf die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren wie auch die Frage nach zukünftigen Projekten. Der Erste Vorsitzende der Bürgerstiftung, Dr. Heinz Sperber, und die Vorstandsmitglieder Josef Dunkes, Gerlinde Sturm und Eva Diepenseifen waren in Begleitung des Neumarkter Unternehmers Siegfried Schneider ins Haus St. Marien gekommen. Schneider unterstützt mit einem Stipendium im Rahmen der Bürgerstiftung nach eigenen Worten „junge Menschen, die von zu Hause aus nicht so gut gestellt sind, damit sie eine gute Ausbildung bekommen.“

Im Haus St. Marien ist dies in den vergangen Jahren schon oft geglückt: So konnten dank der Bürgerstiftung Schülerinnen und Schüler, deren Eltern das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnten, ihre Ausbildung beenden bzw. einen höheren Schulabschluss anstreben. „Unsere Förderung soll nachhaltig sein“, erklärt Vorstandsmitglied Eva Diepenseifen einen Grundsatz der Bürgerstiftung, „dies gelingt uns, wenn wir Jugendlichen eine langfristige persönliche und berufliche Perspektive geben können.“

Geschäftsführer Thomas Mirwald und seine Mitarbeiterinnen dankten den Vorstandsmitgliedern nicht nur für die bisherigen Zuwendungen aus Mitteln der Bürgerstiftung, sondern auch für die besonders vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Es handelt sich immer um Einzelschicksale, die zahlreiche Gespräche, Sensibilität und Einfühlungsvermögen verlangen“, so Geschäftsführer Mirwald. Er schilderte dies ganz konkret am Beispiel einer Schülerin, die kurz vor ihrem Abschluss zur Kinderpflegerin stand. Die Familie war in eine Notlage geraten und hatte das Schulgeld bereits für mehrere Monate nicht mehr bezahlen können. Die Tochter wollte ihren Eltern nicht länger zur Last fallen und die Schule ohne Abschluss verlassen. Nach intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten übernahm die Bürgerstiftung die ausstehenden Zahlungen, bis die Familie wieder selbst in der Lage war, das Schulgeld aufzubringen.

Thomas Mirwald rechnet damit, dass die gesellschaftlichen Veränderungen zukünftig die Lage für Jugendliche noch verschärfen könnten: „Besonders betroffen von sozialen Notlagen sind alleinerziehende Eltern und volljährige Schüler, die von zu Hause aus keine Unterstützung mehr erfahren.“ Die Erfahrungsberichte aus erster Hand führten den Vorstandsmitgliedern der Bürgerstiftung unmittelbar vor Augen, welches Engagement notwendig ist, um junge Menschen auf einen guten Weg zu bringen und welche Möglichkeiten eine Bürgergesellschaft hat, dies zu unterstützen. Der Vorstand der Bürgerstiftung beendete seinen Besuch mit der festen Zusage, auch weiterhin im Einzelfall bedürftige Jugendliche im Haus St. Marien zu unterstützen.